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"Bilder als Schriften der Ungelehrten"
Zitat Papst Gregor der Große

Was hat ein barockes Hochaltarbild mit einer guten Internetseite gemeinsam - eigentlich nichts. Und doch ................. unter www.rosam-hv.at möchte ich gerne eine Internetseite vorstellen und Ihnen ein paar Gedanken näher bringen, die nicht von mir selbst sind, die aber schon vor langer Zeit und vielen Jahrhunderten bekannt waren und nur zum Teil in Vergessenheit geraten sind.

Schon im 16. Jahrhundert haben etliche Abhandlungen der Jesuiten gezeigt, dass Bilder sich schneller, unmittelbarer und vor allem auch dauerhafter einprägen, als die Schrift. Das bedeutet, dass Bilder nicht nur ein Ersatz für Schrift sein können, so wie es im Zitat von Papst Gregor dem Großen in der Überschrift vielleicht despektierlich klingen mag, sondern Bilder gehen über die Wirkmöglichkeiten von Schrift hinaus. Freilich gibt es auch eine Kehrseite der Medaille, wir können sie auch mit dem Begriff Bildüberflutung benennen.- Das Übermaß an Fernsehen kann zu Verkümmerung und Reduzierung der eigenen Fantasie und der eigenen Gedanken führen. Kinder sind hier einer besonderen Gefahr ausgesetzt.

Dem Sehen muß eine bedeutendere Funktion im Erkenntnisprozeß und auch eine höhere Eindruckskraft zugesprochen werden als den übrigen Sinnen. Man denke nur an die einprägsame Kraft der Bilderwelt unserer Kinderzeit, deren Eindrücke uns bis in die Erinnerung des hohen Alters bleiben.

Das Gefällige an einem Bild und das Wohlgefallen an einem Bild beruhen auf einer meist dreifachen Erkenntnis:

  1. Die sinnliche Erkenntnis, die Emotionen anspricht, die rein über unser Unterbewusstes mit unseren fünf Sinnen spielt.
  2. Die intellektuelle Erkenntnis, die die Vernunft anspricht und unsere rationalen Gedanken fördert.
  3. Die spirituelle Erkenntnis, das Erkennen einer übergeordneten Macht, eines übergeordneten Zieles, das Erkennen dessen, was hinter dieser Darstellung (Bild) steckt.

Der Einsatz von lebensnahen Märtyrerbildern hatte genau diesen dreifachen Zweck, zum 1. durch Darstellung des Martyriums Emotionen anzusprechen, 2. durch symbolhafte oder schemenhafte Hinweise auf das Leben des Heiligen sich dieses vor sein geistiges Auge zu führen und intellektuell aufzuarbeiten und 3. die Antwort auf die spirituelle Frage zu finden, warum jemand Leid auf sich nimmt - für seine Überzeugung, seinen Glauben.

Alle großen Namen von Malern des Barock, die Ihnen nun einfallen mögen, haben diese dreifache Erkenntnis (sinnliche, intellektuelle und spirituelle) in einem einzigen Bild verwirklichen können.

Kommen wir nun zu www.rosam-hv.at zurück und urteilen Sie selbst, ob Sie die vorher angeführten Erkenntnisse auf unserer Homepage finden. Natürlich konnten wir dafür keinen berühmten Barockmaler gewinnen sondern mussten uns eines modernen Webdesigners bedienen und leider sind auch die vorangeführten Erkenntnisse heutzutage nicht mehr auf einer Seite oder anhand eines Bildes verwirklichbar, sondern es müssen hier mehrere Seiten nacheinander herhalten.

  1. Das System ist aber gleich geblieben, zuerst sollen die Sinne angesprochen werden und die Emotionen (meist eine mit Musik untermalte Seite, die vor der eigentlichen Startseite kommt).
  2. Danach die eigentliche Startseite eines Unternehmens oder einer Firma, die einen Überblick bietet über alle zur Verfügung stehenden Bereiche, sodass das gewünschte Produkt oder die gewünschte Dienstleistung rasch zu erreichen ist.
  3. Das Spirituelle oder das Suchen, das darüber steht, ist in einer Zeit, in der Macht und Geld Gott gleich gestellt wird, leicht zu beantworten.

Wenn Ihnen unsere Internetseite gefällt, dann sagen Sie es bitte weiter, wenn nicht, dann sagen Sie es uns unter nikolaus.rosam@rosam-hv.at